Mehr Solaranlagen in Gudensberg

Potential für Solaranlagen: die Dachlandschaft der Gudensberger Altstadt.Der fortschreitende Klimawandel verlangt nach vielfältigen Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung der Sonnenenergie. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gudensberg hat im Juni beschlossen, dass Solaranlagen auch auf den Dächern der Altstadt installiert werden dürfen.

Schon im städtebaulichen Entwicklungskonzept „Gudensberg 2030. Fair.nachhaltig.sozial“ schreibt die Kommune ihren Willen zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung fest. In der Juni-Sitzung hat sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema Solaranlagen in der historischen Altstadt beschäftigt. Nicht wenige Fachwerkhäuser müssen demnächst oder in den nächsten Jahren saniert werden. Dabei wären Solaranlagen auf den Dächern ein sinnvoller Baustein zur Energie- und Kosteneinsparung und damit auch zum Klimaschutz. Heutzutage ist die Technik soweit fortgeschritten, dass sich auch kleinere Anlagen privater Gebäudeeigentümer rentieren. Hinzu kommen attraktive Förderprogramme des Bundes und des Landes Hessen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat deshalb die grundsätzliche Zulässigkeit von Solaranlagen auf den Dächern aller Gudensberger Gebäude und besonders auch auf den Fachwerkhäusern in der Altstadt beschlossen. Um die Beeinträchtigung der Ansicht der historischen Dachlandschaft zu verringern, dürfen diese nur parallel zur Dachfläche angebracht werden. Für die Baudenkmäler sind Solaranlagen keine Schädigung, weil sie nicht direkt in das Baudenkmal eingreifen und auch wieder abgebaut werden können. Eine denkmalrechtliche Genehmigung muss aber weiterhin eingeholt werden.

Mit dem Beschluss zugunsten von Solaranlagen soll allen Gebäudeeigentümer/innen in Gudensberg die Möglichkeit gegeben werden, selbst Sonnenenergie zu nutzen und dadurch nicht nur eigene Energiekosten einzusparen, sondern auch den Klimaschutz aktiv zu unterstützen.